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Hanna

Verzweifelt schaute Hanna auf die schneeweißen Schaumkronen, die das aufgewühlte Meer zierten, welches in hohen Wellen gegen das zerklüftete spitze Gestein unter ihr schlug. „Warum?“, schrie sie. „Warum?“, schluchzte sie ein weiteres Mal leiser auf.Ihren Blick starr auf den Abgrund vor sich gerichtet, ging sie einen weiteren Schritt nach vorne.Vorsichtig sah Hanna sich mit traurigem Blick um. Niemand war da. Niemand würde sie von ihrer letzten verzweifelten Tat abhalten. Es gab nichts mehr was sie hier noch hielt.Nach weiteren kleinen vorsichtigen Schritten, welche sie näher an ihr selbstgewähltes Schicksal brachten, stand sie nun so dicht am Rand des Abgrundes, dass ihr nächster Schritt ihre Zukunft besiegeln würde. Zitternd blieb Hanna stehen.Mit tränennassen Augen starrte sie in das brausende, tosende Wasser zu ihren Füßen.Gleich würde ihr Leid ein Ende haben.Hanna bückte sich, um ihre roten Sandalen auszuziehen. Ordentlich stellte sie diese an den Rand der Klippe.Warum? – Vielleicht, als Zeichen, dass an dieser Stelle – SIE – gegangen ist. Als Zeichen, dass sie dort war.„Niemand! Niemals wieder!“, rief sie so laut sie konnte, gegen den Lärm der, an den Felsen, zerschellenden Wellen an und schickte einen verzweifelten Schrei hinterher. So laut hatte sie noch nie geschrien.Hanna musste trotz ihres Schmerzes über sich selbst lächeln.Nun, da ihr Ende so nahe war, nun konnte sie also etwas tun, was sie ihr ganzes Leben tun wollte, aber nie konnte.Ihrem Schmerz einen Ausdruck verleihen.Zum letzten Mal wanderte ihr Blick in die Ferne, wo eine große, rot leuchtende Scheibe, am Horizont im Meer versank, welches sich dort draußen so ruhig verhielt, als würde es schlafen.Leise seufzte Hanna auf, bevor sie ihre Arme zum letzten Mal ausbreitete, als wolle sie die untergehende Sonne umarmen.Langsam verlagerte sie ihr Gewicht immer weiter nach vorne, bis sie mit einem lauten Aufschrei zwischen den Klippen in die tosende See stürzte, welche sie auch sogleich wie eine Decke umschlang und in die dunkle, einsame Tiefe zog.Einige Tage später fand man ihren leblosen Körper mit zerschmetterten Knochen an dem wunderschönen Strand, nur wenige hundert Meter von der steilen Küste entfernt, an welchem ihr Leben ein trauriges Ende fand.
16.9.17 09:40
 
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